12/09/2009

Wirtschaftsnachrichten - Artikel zum Thema QUM-Zertifizierung


Artikel aus den Wirtschaftsnachrichten über die QUM-Zertifizierung bei der Firma TRANSpofix: EMAS - Nicolas Damm - Wirtschaftsnachrichten

Das war einmal: Heute erfüllen die meisten deutschen Unternehmen, das sich auf internationalem Parkett bewegen, die weltweit anerkannte Umweltmanagementnorm ISO 14001.
Auch die TRANSpofix GmbH, die ausgeklügelte Trägersysteme für den Transport von Autoteilen herstellt, bis hin zu ganzen Cockpits. Die Firma verpflichtet sich zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der auf der Methode «Planen-Ausführen-Kontrollieren-Optimieren» basiert. Zusätzlich zur Einhaltung geltenden Umwelt rechts wird von den Unternehmen eine «betriebliche Umweltpolitik» erwartet, sie sollen sich Umweltziele geben und ein Umweltprogramm festlegen sowie ein entsprechendes Managementsystem aufbauen. Kurz gesagt: Der Umweltschutz wird «Chefsache». Eine Wohltat für die Umwelt ist das besonders dort, wo viel mit Gefahrenstoffen hantiert wird. Lacke, Lösungsmittel, Farben werden penibel aufgelistet und ordentlich gelagert. Praktisch das gesamte Inventar einer Firma wird erfasst, jede Maschine hat ihren eigenen Wartungsplan. Und laufend wird an Verbesserungen gefeilt. Bei TRANSpofix zum Beispiel wurden alle Produktionsanlagen mit einer modernen Absauganlage versehen. Die Abwärme, die im Innern der Maschine anfällt, kann nun wahlweise nach außen oder – im Winter - in die Halle abgeführt werden. Der betriebliche Umweltschutz «sickert» von oben durch bis in die kleinen Handwerksbetriebe. «Die großen Firmen haben damit angefangen», erläutert TRANSpofix-Geschäftsführer Helmut Adler, «und sie erwarten die Umweltstandards auch von ihren Zulieferern.» Was ja auch eine Anforderung der Norm ist.
Wer also im Geschäft bleiben will, der muss notgedrungen mitziehen. Den selben Weg hatte zuvor das Qualitätsmanagement (ISO 9001) beschritten. Beide Normen – ISO 9001 und ISO 14001 – sind auch aufeinander angepasst. Die ISO 14001 ist privatwirtschaftlich orientiert, sie wird auch von privaten Zertifizierungsgesellschaften ausgestellt. Das Umweltmanagement gemäß europäischem «Öko-Audit» (EMAS) schließt zwar die Anforderungen der ISO 14001 mit ein, wird aber von staatlich zugelassenen und beaufsichtigten Umweltgutachtern geprüft.

In öffentlichem Register
Firmen, aber auch öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und Seniorenheime, die der EU-Richtlinie nachkommen, werden in ein öffentlich zugängliches Register eingetragen und dürfen das EMAS-Logo verwenden.
Das darf auch das Seniorenheim des Neumarkter Kloster St. Josef. In dessen Keller wurde erstmal «gscheit» aufgeräumt: «Früher standen die Desinfektionsmittel halt durcheinander im Regal», sagt Heimleiterin Sieglinde Herrler. Jetzt warten die Flaschen fein säuberlich getrennt in beschrifteten Plastikboxen auf ihren Einsatz - so will es EMAS.
Alle drei Jahre kommt der Gutachter zur Überprüfung, jedes Jahr muss die Einrichtung einen «Umweltkatalog» einreichen. Zudem fordert EMAS die Einbeziehung der Arbeitnehmer. So wurden bei TRANSpofix die Mitarbeiter dementsprechend geschult.
EMAS
NICOLAS DAMM
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